Good Aging: Wie man die Haut von Innen heraus strahlen lässt
- Anja Dittmann
- 18. Sept. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Sept. 2024

Anti Aging ist ein Begriff, der in den letzten Jahrzenten aus Amerika nach Europa herübergeschwappt, jedoch unzutreffend und irreführend ist. Anti (lat. „gegen“) suggeriert, dass wir viel Kraft brauchen, um gegen etwas anzukämpfen. Rein biologisch betrachtet, ist Anti-Aging ausgeschlossen. Altern ist ein nicht umkehrbarer Prozess. So haben sich in den letzten Jahren zunehmend Begriffe wie „Well-Aging“, „Health-Aging“, „Good-Aging“ usw. etabliert. Die Kunst des „Good-Agings“ liegt darin, die Naturgesetze und ihre Zyklen zu verstehen, die uns erlauben eine verlängerte Lebensspanne mit einer verbesserten Lebensqualität in vollen Zügen zu genießen. Hierbei geht es nicht um kosmetische oder Chirurgische Hiilfmittel, sondern um Konzepte, um körperlich, geistig und emotional fit zu bleiben.
1. Ernährung: Die Grundlage für gesunde Haut
Eine ausgewogene Ernährung ist der erste Schritt zu strahlender Haut. Nährstoffreiche Lebensmittel liefern die benötigten Vitamine und Mineralien, die für die Hautregeneration und -reparatur entscheidend sind. Eine wesentliche Rolle spielen dabei Antioxidantien. Diese sind in Lebensmitteln wie Beeren, grünem Blattgemüse und Nüssen enthalten, die die Haut vor oxidativem Stress schützen. Antioxidantien neutralisieren freie Radikale, die für vorzeitige Hautalterung verantwortlich sind.[1]
Ebenso ist eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ausschlaggebend. Vitamine A, C und E, sowie Zink und Selen sind essentiell für die Hautgesundheit. Diese Helfer unterstützen die Kollagenproduktion und tragen zu einem gesunden Teint bei. [2]
2. Hydratation: Die Quelle der Frische
Wasser ist nicht nur lebensnotwendig, sondern auch entscheidend für die Hautfeuchtigkeit. Eine ausreichende Hydrierung fördert die Elastizität der Haut und verleiht ihr ein frisches Aussehen. Schätzungen zufolge sollten Erwachsene täglich mindestens zwei bis drei Liter Wasser trinken. Auch wasserreiche Nahrungsmittel wie Gurken und Melonen können zur Hydratation beitragen.
3. Gesunde Fette: Ernährung für die Hautbarriere
Fettsäuren sind entscheidend für die Gesundheit der Hautbarriere. Besonders Omega-3-Fettsäuren, die in fettem Fisch, Leinsamen und Walnüssen vorkommen, helfen, Entzündungen zu reduzieren und die Hautbarriere zu stärken. Studien zeigen, dass eine Ernährung, die reich an gesunden Fetten ist, die Hautfeuchtigkeit erhöhen und das Auftreten von trockenen Hautstellen verringern kann.[3]
4. Stressmanagement: Der Schlüssel zur inneren und äußeren Balance
Stress kann erhebliche negative Auswirkungen auf die Haut haben, da er die Produktion von Stresshormonen wie Cortisol und Noradrenalin anregt, was zu Entzündungen und Hautproblemen führen kann. [4] Meditation, Yoga und Atemübungen sind effektive Methoden, um Stress abzubauen und das Hautbild zu verbessern. Zusammenhang zwischen mentalem Wohlbefinden und Hautgesundheit ist stark, und ein ausgeglichener Geist fördert eine gesunde Haut.
5. Bewegung: Aktivierung der Hautregeneration
Regelmäßige körperliche Aktivität fördert die Durchblutung, was eine bessere Nährstoffversorgung und Sauerstoffzufuhr der Haut zur Folge hat. Sportliche Betätigung trägt zudem dazu bei, Giftstoffe durch Schwitzen auszuscheiden und die allgemeine Hautgesundheit zu unterstützen. Darüber hinaus hat Bewegung nachgewiesene positive Effekte auf Stressabbau und Schlafqualität, die ebenfalls für die Haut von Vorteil sind. [5]
6. Schlaf: Die Erholungsphase für die Haut
Während des Schlafs regeneriert sich die Haut; daher ist ausreichender und erholsamer Schlaf entscheidend für die Hautgesundheit. Der Körper produziert während des Schlafs Wachstumshormone, die für die Zellreparatur und -regeneration wichtig sind. Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig weniger als sieben Stunden schlafen, ein höheres Risiko für empfindliche und fahl wirkende Haut haben. [6]
7. Natürliche Hautpflege: Ergänzung von Innen nach Außen
Neben der inneren Pflege ist auch die äußerliche Pflege wichtig. Die Verwendung von natürlichen Hautpflegeprodukten, die frei von schädlichen Chemikalien sind, unterstützt die Haut zugleich bei der Regeneration und bietet zusätzliche Feuchtigkeit. Produkte mit Inhaltsstoffen wie Aloe Vera, Jojobaöl, Arganöl, Retinol (Vitamin A), Vitamin C, Grüntee-Extrakt oder Hyaluronsäure helfen, die Haut geschmeidig und strahlend zu halten, ohne sie mit schädlichen Substanzen zu belasten.
Fazit
Good Aging ist ein integrativer Prozess, der sowohl unsere physische als auch unsere emotionale Gesundheit umfasst. Durch bewusste Entscheidungen in Bezug auf Ernährung und Lebensstil können wir die Haut von innen heraus zum Strahlen bringen und den natürlichen Alterungsprozess positiv beeinflussen. Ein ganzheitlicher Ansatz zu „Good Aging“ beinhaltet nicht nur die äußere Pflege, sondern fördert auch einen gesunden Lebensstil, der auf unser Wohlbefinden abzielt. So schaffen wir eine Umgebung, in der unsere Haut alterslos erstrahlen kann.
Quellen:
[1]Pinnell, S. R. (2003). "Evaluation of antioxidants in skin care products." Dermatologic Surgery.
[2] Fuchs, J., et al. (2014). "The role of vitamins in skin health: An update." Journal of Dermatological Treatment.
[3] Schmitt, J., et al. (2009). "The effect of dietary omega-3 fatty acids on the skin." Journal of Lipid Research.
[4] Dhabhar, F. S. (2009). "The short-term stress response - some of the dynamics and mechanics are not what we think." Neuroscience & Biobehavioral Reviews.
[5] Kacew, S., et al. (2000). "Exercise and skin: The benefits of exercise for maintaining healthy skin." International Journal of Sports Medicine.
[6] Miller, S. D., et al. (2013). "Sleep and the skin: A review of the literature." Aesthetic Surgery Journal.
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